Obertshausen

 

 

 

 

 

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Wappen

 

Deutschlandkarte

 

Wappen der Stadt Obertshausen

 

 

Obertshausen

Deutschlandkarte, Position der Stadt Obertshausen hervorgehoben

 

Koordinaten: 50° 4′ N, 8° 51′ O |  | 

 

 

Basisdaten

 

Bundesland: Hessen

Regierungsbezirk: Darmstadt

Landkreis: Offenbach

Höhe: 122 m ü. NHN

Fläche: 13,62 km²

Einwohner: 23.921 (31. Dez. 2013)[1]

Bevölkerungsdichte: 1756 Einwohner je km²

Postleitzahl: 63179

Vorwahl: 06104

Kfz-Kennzeichen: OF

Gemeindeschlüssel: 06 4 38 010

 

Stadtgliederung: 2 Stadtteile

Adresse der

 Stadtverwaltung: Schubertstraße 11

 63179 Obertshausen

Webpräsenz: www.obertshausen.de

Bürgermeister: Roger Winter

 

Lage der Stadt Obertshausen im Landkreis Offenbach

 

 

 

 

                    Karte

Über dieses Bild

 

 

Obertshausen ist eine Stadt im Landkreis Offenbach in Hessen.

 

 

 

Inhaltsverzeichnis  [Verbergen]

1 Geografie 1.1 Geografische Lage

1.2 Stadtgebiet

 

2 Geschichte 2.1 Mittelalter

2.2 Historische Namensformen

2.3 Neuzeit

2.4 Einwohnerentwicklung

 

3 Politik 3.1 Stadtverordnetenversammlung

3.2 Bürgermeister

3.3 Wappen

3.4 Fahne

3.5 Städtepartnerschaften

 

4 Kultur und Sehenswürdigkeiten 4.1 Museen

4.2 Veranstaltungen

4.3 Bauwerke

4.4 Parks

4.5 Sport

4.6 Vereine

 

5 Wirtschaft und Infrastruktur 5.1 Verkehr

5.2 Wirtschaft

5.3 Ansässige Unternehmen

5.4 Medien

5.5 Nahversorgung

5.6 Schulen 5.6.1 Grundschulen

5.6.2 Weiterführende Schulen

 

5.7 Kindergärten

 

6 Persönlichkeiten 6.1 Ehrenbürger

6.2 Söhne und Töchter der Stadt

6.3 Persönlichkeiten die mit der Stadt verbunden sind

 

7 Literatur

8 Weblinks

9 Einzelnachweise

 

 

Geografie[Bearbeiten]

 

 

 

 

 

 Obertshausen (Stadtteil Hausen),

 im Vordergrund Lämmerspiel

Geografische Lage[Bearbeiten]

 

Obertshausen liegt im südlichen Teil Hessens unweit von Odenwald und Spessart auf 122 m ü. NN über NN, 7 Kilometer südöstlich von Offenbach am Main. Es ist eine von 13 Städten und Gemeinden des Landkreises Offenbach. Die Stadt liegt im waldreichen Ostteil der Oberrheinischen Tiefebene südlich des Mains, südöstlich von Frankfurt am Main und Offenbach. Südwestlich liegt Darmstadt als Verwaltungssitz des Regierungsbezirks, im Nordosten die Stadt Hanau (Main-Kinzig-Kreis).

 

Obertshausen grenzt im Nordwesten an Offenbach mit den Stadtteilen Bieber und Tempelsee, im Norden an die Stadt Mühlheim (Stadtteil Lämmerspiel), im Nordosten an Hanau mit den Stadtteilen Steinheim und Klein-Auheim, im Osten an die Gemeinde Hainburg, im Südosten an die Stadt Rodgau (Stadtteil Weiskirchen) und im Südwesten an die Stadt Heusenstamm.

 

Stadtgebiet[Bearbeiten]

 

Obertshausen besteht heute aus den Stadtteilen Obertshausen und Hausen, die beide in etwa gleich viele Einwohner haben. Das Stadtgebiet erstreckt sich über 13,7 Quadratkilometer, davon entfallen 7,8 Quadratkilometer auf Wald- und Grünflächen sowie Ackerland. Damit ist Obertshausen die flächenmäßig kleinste aller Städte und Gemeinden im Landkreis Offenbach.

 

Geschichte[Bearbeiten]

 

Mittelalter[Bearbeiten]

 

Die älteste erhaltene Erwähnung von Obertshausen unter dem Namen Oberdueshuson ist in einem Schriftstück des Benediktinerklosters Seligenstadt aus dem Jahr 865 festgehalten, als es als Hof des Klosters erwähnt wird. In Obertshausen gab es eine Wasserburg in Gestalt eines Wehrturmes, die „Burg im Hayn“. Die Herren von Hausen, eine Seitenlinie der Hagenhausener, hatten hier Besitz.

 

Obertshausen lag im Amt Steinheim, das zunächst den Herren von Eppstein gehörte und ab 1371 als Pfand je zur Hälfte den Grafen von Katzenelnbogen und den Herren von Hanau. 1393 gelangte das Pfand insgesamt an die Herren von Kronberg. 1425 verkaufte es Gottfried von Eppstein das Amt Steinheim an das Kurfürstentum Mainz. Vom Mittelalter bis 1819 gehörte Obertshausen der Biebermark an.

 

Die Mutterkirche der dem Heiligen Nikolaus geweihten mittelalterlichen Kirche von Obertshausen war zunächst die in Mühlheim am Main. 1340 gehörte das Dorf zur Pfarrei Lämmerspiel. Das Kirchenpatronat lag beim St. Peter-Stift in Mainz. Kirchliche Mittelbehörde waren das Archidiakonat des Stiftes St. Peter und Alexander in Aschaffenburg und das Landkapitel Rodgau.

 

 

 

 

 

 Reste der Burg im Hayn

Historische Namensformen[Bearbeiten]

 

In historischen Dokumenten ist der Ort im Laufe der Jahrhunderte unter wechselnden Ortsnamen belegt:[2]

 

Oberolveshuson (um 1000)

Oberodeshusun (1109-1131)

Oberoldeshusen (um 1234)

Oberoldeshusen (1282)

Oppershusen (1288)

Obratshusin (1340)

 Obirachteshusen (1371)

Oberhusen (1425)

Obertzhusen (1446)

Obbertzhusen (1542)

Obertshausen (1838)

 

 

Neuzeit[Bearbeiten]

 

In den Jahren 1631–1634, während des Dreißigjährigen Kriegs, beschlagnahmte König Gustav II. Adolf das Amt als Kriegsbeute und stattete die nachgeborenen Hanauer Grafen Heinrich Ludwig von Hanau-Münzenberg (1609–1632) und Jakob Johann von Hanau-Münzenberg (1612–1636), die mit ihm verbündet waren, damit aus.[3] Da beide Grafen schon bald starben und der Westfälische Friede auf das Normaljahr 1624 abstellte, kam Obertshausen wieder an Kurmainz. Der Dreißigjährige Krieg und die Pest-Epidemie von 1636 dezimierten die Einwohnerschaft stark.

 

1664 verkaufte Erzbischof Johann Philipp von Mainz seinem Bruder Philipp Erwein von Schönborn die Dörfer Hausen und Obertshausen für 9.000 Gulden. Die Fürsten von Isenburg-Birstein erhielten 1806 die Landeshoheit über das draus gebildete Schönbornsche Amt Heusenstamm. Mit der Auflösung des Rheinbundes kam das Fürstentum südlich des Mains zum Großherzogtum Hessen. Nach der Aufteilung der Biebermark 1819 wurden Anteile des Markbesitzes Obertshausen als Gemeindewald zugewiesen. Innerhalb des Großherzogtums gehörte Obertshausen bis 1821 zur Patrimonialherrschaft der Grafen von Schönborn und anschließend zu folgenden Verwaltungseinheiten des Großherzogtums:

 

 

 

 

 

 Wappen von Obertshausen vor der Vereinigung mit Hausen1821: Landratsbezirk Seligenstadt

1832: Kreis Offenbach

1848: Regierungsbezirk Darmstadt

1852: Landkreis Offenbach

 

1896 wurde die Rodgaubahn Offenbach-Reinheim mit dem Bahnhof Obertshausen eröffnet.

 

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Januar 1977 die bis dahin selbständigen Gemeinden Obertshausen und Hausen per Gesetz zusammengelegt.[4] Die Gemeinde hieß zunächst Hausen. Am 1. Januar 1978 folgte die Umbenennung zu Obertshausen.[5] Beide Stadtteile sind räumlich durch die Bundesstraße 448 voneinander getrennt. Ortsbezirke wurden in Obertshausen nicht gebildet. Am 29. September 1979 erhielt Obertshausen durch die Hessische Landesregierung die Stadtrechte.

 

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

 

1576: 27 Familien

1829: 479 Einwohner

1834: 554 Einwohner[6]

1840: 637 Einwohner

1846: 664 Einwohner

1852: 799 Einwohner

1858: 688 Einwohner

1864: 802 Einwohner

1871: 857 Einwohner

 1885: 1.067 Einwohner

1895: 1.295 Einwohner

1905: 1.634 Einwohner

1910: 1.852 Einwohner

1925: 2.091 Einwohner

1939: 2.444 Einwohner

1946: 3.174 Einwohner

1950: 3.415 Einwohner

1956: 4.182 Einwohner

 1961: 5.481 Einwohner

1970: 9.096 Einwohner

1998: 24.522 Einwohner

2000: 24.658 Einwohner

2002: 24.521 Einwohner

2004: 24.532 Einwohner

2007: 25.317 Einwohner

2012: 23.859 Einwohner

2013: 23.949 Einwohner

 

 

Politik[Bearbeiten]

 

 

 

Kommunalwahl 2011

 

 

 

 

 

 %

 

 

50

 

 

40

 

 

30

 

 

20

 

 

10

 

0

 

 

 

 

43,1 %

 

 

 

22,2 %

 

 

 

17,8 %

 

 

 

13,6 %

 

 

 

3,4 %

 

 

 

CDU

 

 

SPD

 

 

Grüne

 

 

Bürger

 

 

FDP

 

Gewinne und Verluste

 

 

im Vergleich zu 2006

 

 

 

 

 %p

 

 

   8

 

 

   6

 

 

   4

 

 

   2

 

   0

 

 

  -2

 

 

  -4

 

 

  -6

 

 

  -8

 

 

 

 

-6,8 %p

 

 

 

+2,9 %p

 

 

 

+7,5 %p

 

 

 

+3,7 %p

 

 

 

-7,2 %p

 

 

 

CDU

 

 

SPD

 

 

Grüne

 

 

Bürger

 

 

FDP

 

 

 

 

 

 

 Rathaus Obertshausen

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

 

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[7]

 

 

Parteien und Wählergemeinschaften

 

 %

 2011

 

Sitze

 2011

 

 %

 2006

 

Sitze

 2006

 

CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,1 16 49,9 18

SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,2 8 19,3 7

GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 17,8 7 10,3 4

Bürger Bürger für Obertshausen 13,6 5 9,9 4

FDP Freie Demokratische Partei 3,4 1 10,6 4

 

Gesamt

 

100,0

 

37

 

100,0

 

37

 

 

Wahlbeteiligung in %

 

43,7

 

42,5

 

 

Bürgermeister[Bearbeiten]

 

Die Bürgermeisterwahl vom 2. Juni 2002 endete mit folgendem Ergebnis:

Bernd Roth (CDU): 53,0 Prozent

Mechthild Schmitt (SPD): 20,4 Prozent

Renate Schuhmacher (Bündnis 90/Die Grünen): 11,4 Prozent

Thomas Zeiger (FDP): 15,2 Prozent

 

Die Wahlbeteiligung lag hier bei 49,13 Prozent.

 

Die Bürgermeisterwahl vom 2. März 2008 bestätigte Bernd Roth im Amt. Bei einer Wahlbeteiligung von 44,88 Prozent haben sich die Stimmen folgend aufgeteilt:

Bernd Roth (CDU): 63,70 Prozent

Werner Friedrich (SPD): 22,79 Prozent

Manfred Christoph (Bürger für Obertshausen): 13,51 Prozent

 

Die Bürgermeisterwahl vom 9. März 2014, zu der der bisherige Bürgermeister Bernd Roth (CDU) nicht mehr antrat, endete bei einer Wahlbeteiligung von 43,10 Prozent mit folgendem Ergebnis: [8]

Roger Winter (unabhängiger Kandidat): 50,60 Prozent

Hubert Gerhards (CDU): 49,40 Prozent

 

Wappen[Bearbeiten]

 

 

Wappen von Obertshausen

 

Beschreibung:

Das Wappen der Stadt Obertshausen zeigt in einem durch drei Spitzen geteiltem Schild oben in rot einen schreitenden goldenen Löwen, unten in silber einen aufgerichteten grünen, zweiblättrigen Eichenzweig mit einer Eichel.

 

 

Fahne[Bearbeiten]

 

Die Fahne hat eine weiße Mittelbahn, begleitet von zwei roten Seitenstreifen, und in der oberen Hälfte aufgelegt ist das Stadtwappen.

 

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

 

 

 

 

 

 Herz-Jesu-Kirche

 

 

 

 

 Kirche St. Thomas Morus

 

 

 

 

 Waldkirche

 

mit

 

in

 

seit

 

Blason ville fr Sainte-Geneviève-des-Bois (Essonne).svg Sainte-Geneviève-des-Bois Frankreich Frankreich 1971

Wappen at laakirchen.png Laakirchen Österreich Österreich 1972

Wappen Meiningen.svg Meiningen Deutschland Deutschland Freundschaft 1990,

Partnerschaft 2006

 

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

 

Museen[Bearbeiten]

Heimatmuseum im Karl-Mayer-Haus mit ständigen und wechselnden Ausstellungen zur Ortsgeschichte.

 

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im Frühjahr / Sommer finden verschiedene Feste statt. Dazu gehören insbesondere das Europafest des Kreises Offenbach, das Weinfest, die Pfarrfeste der örtlichen Gemeinden, das Kerbwochenende sowie der Tag der offenen Tür des Zusammenschlusses der freundlichen Fachgeschäfte.

Im Bürgerhaus Hausen finden vor allem in den Wintermonaten regelmäßig Theateraufführungen und Kleinkunstveranstaltungen statt.

Seit 1982 findet sechs Mal im Jahr der älteste Amateur-Hallen-Flohmarkt jeweils in den Wintermonaten statt.[9]

Im Sitzungssaal des Rathauses Beethovenstraße werden außerhalb der Sommerferien im 14-täglichen Rhythmus ältere Filme für Kinder und Jugendliche vorgeführt.

Im November gibt es einen St.Martinsmarkt.

Im Dezember findet an einem Wochenende ein kleiner Weihnachtsmarkt um die evangelische Waldkirche mit Musikveranstaltungen in der Kirche statt.

Mit dem Bürgerhaus Hausen und der Mehrzweckhalle Obertshausen stehen Räume für größere Veranstaltungen und Musikkonzerte zur Verfügung.

 

Bauwerke[Bearbeiten]

Der Hausener Marktplatz mit seinem Kunstwerk aus drei Händen, welche die Wappen der beiden Partnerstädte und das der Stadt Obertshausen tragen.

Überreste der Burg im Hain

kath. Kirche Herz Jesu in Obertshausen, Bahnhofstraße

kath. St.-Josef-Kirche in Hausen, Seligenstädter Straße

kath. St.-Pius-Kirche in Hausen, Gumbertseestraße

kath. Kirche St. Thomas Morus in Obertshausen, Berliner Straße, seit 2014 Wallfahrtskirche mit einer Blutreliquie von dem heiligen Papst Johannes Paul II.[10]

ev. Waldkirche in Hausen, Schönbornstraße

kleine Kapelle in Obertshausen, Heusenstammer Straße

 

Parks[Bearbeiten]

Waldpark Sainte Geneviève des Bois in Hausen mit Kinderspielplatz.

Freizeitpark Beethovenpark in Obertshausen mit Erlebnisspielplatz und gegenüberliegendem Eiscafe und Kiosk

Minigolfanlage am Bürgerhaus Hausen

 

Sport[Bearbeiten]

 

 

 

 

 

 Monte-mare-Erlebnisbad Obertshausen

Das monte mare ist eines der größten Freizeitbäder in Hessen. Der Sauna- und Wellnessbereich wurde von Mitte 2013 bis Oktober 2014 aufwändig saniert und neu gestaltet. Ursprünglich firmierte das Bad unter dem Namen „Atlantis“ und wurde nach der Insolvenz des Betreibers 2005 Teil der deutschlandweit tätigen monte mare Unternehmensgruppe.

 

Weiterhin besteht das Sportzentrum am Waldschwimmbad. Dieses unter städtischer Leitung stehende Freibad wurde im Jahr 2010 abgerissen - Gründe dafür seitens der Stadt waren Baufälligkeit und Unterhaltungskosten.

 

Die Stadt Obertshausen verfügt über zahlreiche Sport- und Freizeitvereine sowie mehrere Fitneßstudios. Insbesondere im Bereich Fußball, Tennis, Turnen und Kindersport gibt es ein sehr breites Angebot in gleich mehreren Vereinen.

 

Vereine[Bearbeiten]

 

Obertshausen hat 124 eingetragene Vereine.

 

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

 

 

 

 

 

 Bahnhof

Verkehr[Bearbeiten]

 

Die Rodgaubahn führt durch Obertshausen. Die Stadt ist seit Ende 2003 mit der Linie S1 an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen.

 

Direkt an der Bundesautobahn 3 gelegen, ist der Flughafen Frankfurt mit dem Frankfurter Kreuz ebenso wie der Flugplatz Egelsbach in kurzer Zeit zu erreichen. Obertshausen profitiert von der Nähe des Wirtschaftsstandortes Frankfurt am Main und dem Rhein-Main-Gebiet sowie der sehr guten Verkehrsanbindung.

 

Innerhalb der Stadt verkehren mehrere Buslinien, unter anderem die Offenbacher Buslinie 120, die Obertshausen mit dem Ortsteil Hausen, Mühlheim und Offenbach verbindet.

 

Wirtschaft[Bearbeiten]

 

Obertshausen galt lange Zeit zusammen mit Offenbach am Main als überregionales Zentrum für die Herstellung von Lederwaren. Noch heute gibt es Manufakturen für Lederwaren, die ihre Produkte in die ganze Welt exportieren, wobei die Firma Picard mit Sitz in Hausen am bekanntesten ist. Nach dem Niedergang der Lederwarenindustrie dominiert heute der Maschinenbau. Viele Einwohner finden auch im nahe gelegenen Frankfurt am Main Beschäftigung. Die Kaufkraft lag in Obertshausen 2003 bei 19.315 Euro/Einwohner. Das entspricht einer Quote von 116,3 Prozent im Bundesdurchschnitt.

 

Seit Juni 2013 baut DHL in Obertshausen ein Paketzentrum, das mit einer Kapazität von 50.000 Sendungen pro Stunde das größte in Deutschland sein soll. Die Inbetriebnahme ist für 2014 geplant.[11]

 

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Karl Mayer GmbH

PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG

 

Medien[Bearbeiten]

Offenbach-Post: Das Verlagshaus hat seinen Sitz in Offenbach am Main und berichtet regelmäßig im Regionalteil über Obertshausen.

Heimatbote: Regionale Zeitung für Obertshausen, berichtet von Ereignissen in Obertshausen (zwischenzeitlich unter dem Dach der Offenbach-Post)

Dreieich-Spiegel

Dreieich-Zeitung

 

Nahversorgung[Bearbeiten]

 

Obertshausen verfügt über eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten im Bereich des täglichen Lebensbedarfs. Neben zahlreichen Supermärkten finden sich auch die jeweiligen Fachgeschäfte.

 

In Obertshausen sind eine Vielzahl von Arztpraxen verschiedener Fachrichtungen, Apotheken und sonstiger Einrichtungen im Gesundheitsbereich ansässig.

 

Schulen[Bearbeiten]

 

Grundschulen[Bearbeiten]

Friedrich-Fröbel-Schule, Ortsteil Hausen, Brückenstraße 35 (Seit dem Schuljahr 2009/10 werden die Schüler in den Räumen der Waldschule unterrichtet)

Waldschule, Ortsteil Hausen, Brückenstraße 35 mit angeschlossenem Freizeitpädagogischen Zentrum

Joseph-von-Eichendorff-Schule, Ortsteil Obertshausen, Schulstr. 1

Sonnentauschule, Ortsteil Obertshausen, Rembrücker Weg 15

 

Weiterführende Schulen[Bearbeiten]

Georg-Kerschensteiner-Schule, Georg-Kerschensteiner-Straße 2

Hermann-Hesse-Schule, Im Hasenwinkel 6

 

Kindergärten[Bearbeiten]

 

Im Stadtteil Hausen sind drei kommunale und ein katholischer Kindergärten vorhanden. Obertshausen besitzt drei kommunale und zwei kirchliche Kindergärten. Außerdem gibt es in der Stadt den ersten Waldkindergarten des Landkreises Offenbach.

 

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

 

Ehrenbürger[Bearbeiten]

 

Ehrenbürger der Stadt Obertshausen [12]

Hildegard Bühl, langjährige Kommunalpolitikerin

Peter Döbert (* 1907; † 1994), langjähriger Kommunalpolitiker

Robert Flügel (* 1909; † 1990), von 1954 bis 1972 Bürgermeister der Gemeinde Obertshausen

Kurt Formhals (* 1914; † 2009), langjähriger Kommunalpolitiker, Vereinsvorsitzender und Leiter der Georg-Kerschensteiner-Schule

Johann Karl Kämmerer (* 1870; † 1957), von 1906 bis 1933 Bürgermeister der Gemeinde Obertshausen

Valentin Mahr (* 1908; † 1972), von 1951 bis 1971 erster hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Hausen

Prof. Dr. h. c. Karl Mayer (* 1909; † 1995), Gründer der Wirkmaschinenfabrik Karl Mayer GmbH.

Ulrich Mayer, langjähriger Kommunalpolitiker

Robert Pappert (* 1930; † 2010), Komponist

Josef Pieroth (* 1885; † 1957), langjähriger Kommunalpolitiker und erster Ehrenbürger der Gemeinde Obertshausen

Robert Roth (* 1929; † 2015), von 1972 bis 1976 Bürgermeister der Gemeinde Obertshausen und von 1976 bis 1992 erster Bürgermeister der Stadt Obertshausen

Pfarrer Peter Valentin Schwahn (* 1889; † 1964), erster Pfarrer und Ehrenbürger der Gemeinde Hausen

Marie Friederike Vetter (* 1904; † 1995), Unternehmerin

Leonhard Wilhelm (* 1883; † 1960), langjähriger Kommunalpolitiker

Jakob Wolf (* 1899; † 1982), Mitbegründer der ehemaligen Ymos AG

 

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Walter Picard; (* 10. Dezember 1923; † 10. März 2000 in Offenbach am Main), Pädagoge und Politiker (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages

Bernhard E. Bürdek (* 1947), Designtheoretiker lebt in Obertshausen

Bianca (* 1948), Sängerin und Komponistin volkstümlicher Schlager

Sven Väth (* 26. Oktober 1964), DJ und Musiker

Tobias Stieler (* 2. Juli 1981), Fußballschiedsrichter

 

Persönlichkeiten die mit der Stadt verbunden sind[Bearbeiten]

Peter Wichtel (* 5. Januar 1949), Mitglied des deutschen Bundestages

 

Literatur[Bearbeiten]

Barbara Demandt: Die mittelalterliche Kirchenorganisation in Hessen südlich des Mains = Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 29 (1966), S. 141.

Peter Engels: Das Seligenstädter Zinsregister und die Ersterwähnung des Darmstädter Stadtteils Arheilgen. In: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde - Bd. N.F. 60 (2002), S. 371-386 (382).

Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Aufl. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 410.

Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamenbuch. Band 1: Starkenburg. Historische Kommission für den Volksstaat Hessen, Darmstadt 1937, S.  541f.

Hans Georg Ruppel (Bearb.): Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehemaligen Großherzogtums und Volksstaats Hessen. Mit Nachweis der Kreis- und Gerichtszugehörigkeit von 1820 bis zu den Veränderungen im Zuge der kommunalen Gebietsreform. = Darmstädter Archivschriften. Bd. 2. Darmstadt 1976, S. 161.

Georg Schäfer: Kreis Erbach. = Kunstdenkmäler im Großherzogthum Hessen. A: Provinz Starkenburg. Bd. 1. Darmstadt 1891, S. 127ff.

Dagmar Söder: Kreis Offenbach = Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland – Kulturdenkmäler in Hessen. Braunschweig 1987, S. 235-242.

 

Weblinks[Bearbeiten]

 

 Commons: Obertshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Offizielle Website der Stadt Obertshausen

Obertshausen im Historischen Ortslexikon von LAGIS

Literatur über Obertshausen in der Hessischen Bibliographie

Links zum Thema Obertshausen bei DMOZ

Literatur von und über Obertshausen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

 

Einzelnachweise[Bearbeiten]

1.Hochspringen ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

2.Hochspringen ↑ „Obertshausen, Landkreis Offenbach“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 14. Juli 2014, abgerufen am 3. November 2014.

3.Hochspringen ↑ Richard Wille: Hanau im Dreißigjährigen Krieg. Hanau 1886, S. 91, 593f.

4.Hochspringen ↑ Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Offenbach vom 26. Juni 1974, GVBl. I S. 316

5.Hochspringen ↑ Umbenennung der Gemeinde Hausen 1978 Kreis Offenbach (1. Januar 1978)

6.Hochspringen ↑ Hessisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen 1 = Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967. Wiesbaden 1968.

7.Hochspringen ↑ Kommunalwahlen 2011 in Hessen. Abgerufen am 3. April 2011.

8.Hochspringen ↑ Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses vom 11. März 2014

9.Hochspringen ↑ myheimat.de, abgerufen am 30. Mai 2013

10.Hochspringen ↑ http://www.op-online.de/lokales/nachrichten/obertshausen/blutreliquie-papst-johannes-paul-obertshausen-3739757.html

11.Hochspringen ↑ Echo Online: Bundesweit größtes Paketzentrum entsteht in Hessen, 18. Juni 2013

12.Hochspringen ↑ Ehrenbürger der Stadt Obertshausen